Ergänzungsfutter - Was braucht Ihr Pferd als Ergänzung zur Pferdefütterung?
Nahrungsergänzungsmittel in der Pferdefütterung sind ein beliebtes Streitthema unter Reitern. Natürlich sind Kräuter für Pferde die beste Futterergänzung. Sie enthalten Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Flavonoide und vieles mehr und versorgen so die Pferde mit wichtigen Mikronährstoffen.
Es ist jedoch dem Großteil der Pferdebesitzer bewusst, dass unsere Wiesen nicht mehr gut genug sind, um unsere Tiere über Heu und Getreide ausreichend mit den nötigen Vitalstoffen zu versorgen. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen zeigt sich dann in körperlichen und psychischen Fehlfunktionen.
Pferde stellen je nach Typ, Rasse, Leistungsanforderung, Haltung, Alter und Gesundheitszustand ganz unterschiedliche Anforderungen an den täglichen Nährstoffbedarf. Das macht es dem Pferdebesitzer nicht leicht, sein Pferd mit einer richtigen bedarfsgerechten Fütterung zu versorgen. Aus diesem Grund fassen wir in der heutigen Ausgabe unseres Newsletters die wichtigsten Mengenelemente für Sie zusammen. Über Spurenelement und Vitamine für Ihre Pferde erfahren Sie in den folgenden Ausgaben mehr.
Bei Mineralien unterscheidet man zwischen Mengenelementen und Spurenelementen. Mengenelemente benötigt das Pferd in großen Mengen und müssen daher über die Nahrung zugeführt werden, denn der Körper kann sie nicht selber aufbauen.
Mengenelemente
Kalzium und Phosphor: Im Körper eines mittelgroßen Pferdes findet man ungefähr 7 kg Kalzium und 4 kg Phosphor. Ein Mangel an diesen Stoffen verzögert das Wachstum und den Knochenaufbau. Das Verhältnis der Einnahme soll zwischen 1:1 bis 3:1 liegen, da bei einer falschen Balance zwischen den Stoffen die Wirkung gehemmt wird.
Magnesium: Das ist ein wesentlicher Baustein für das Muskel- und Nervengewebe. Mangelerscheinung sieht man in Nervosität, Muskelzittern, einem unsicheren Gang oder in Krämpfen des Pferdes. Magnesium wird über Schweiß ausgeschieden. Im Sommer und bei starker Beanspruchung entsteht daher auch ein erhöhter Bedarf.
Kalium: Auch dieser Mineralstoff wird hauptsächlich über den Schweiß ausgeschieden. Da jedoch ein Kilogramm Heu bereits 10 bis 30 Gramm Kalium liefert, ist ein Mangel relativ selten. Kalium reguliert das Druckverhältnis in den Zellen, den Blutfluss der Muskulatur, die Wasserverteilung im Körper und aktiviert die Enzyme. Ein Mangel kann aufgrund von Fressunlust und Muskelschwäche bemerkt werden.
Natrium: Den Verlust über den Schweiß kann man über einen Salzleckstein ausgleichen. Dadurch wird der osmotische Druck im Blut und den Lymphen wieder reguliert.
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