"Fit in den Frühling" - Jetzt den Stoffwechsel unterstützen

Montag, 11. Februar 2019

"Fit in den Frühling" - Jetzt den Stoffwechsel unterstützen

Ein guter Stoffwechsel ist Grundlage für ein leistungsfähiges, gesundes Pferd. Deshalb ist es enorm wichtig, Voraussetzungen zu schaffen, die den Stoffwechsel unterstützen.

Hinter dem oft kryptischen Begriff Stoffwechsel verbergen sich alle chemischen Reaktionen, die im Körper ablaufen. Dabei werden Stoffe vom Körper aufgenommen, abgebaut, umgewandelt und ausgeschieden.

Im Körper unserer Pferde sind 50 Billionen Zellen am Stoffwechsel beteiligt. Eine unvorstellbar große Zahl, die aber auch eines klar macht: ganz verstehen wird der Mensch den Stoffwechsel beim Pferd nicht, denn es ist unmöglich vorherzusagen, wie der Körper über den Stoffwechsel seine Biochemie jede Sekunde regelt. Wird dieses komplexe System gestört, kommt es zu gesundheitlichen Problemen. Mögliche Folgen sind

  • eine verminderte Leistungsfähigkeit
  • Hautprobleme
  • Atemwegsprobleme
  • Angelaufene Beine

Ausgelöst werden Störungen oft durch falsche Fütterung, falsches Futter, aber auch durch längere krankheitsbedingte Ruhephasen, die starken Muskelabbau mit sich bringen.

Die Komplexität des Stoffwechselsystems der Pferde legt nun die Schlussfolgerung nahe, dass es keine einfachen Lösungen gibt, wenn der Stoffwechsel gestört ist oder nicht ordentlich funktioniert. “Mit diesem Kraut stärken sie den Stoffwechsel ihres Pferdes und es ist ruckzuck wieder fit.” Solche Werbeversprechen können nicht stimmen, denn ein Produkt kann nicht gleichzeitig den Abbau von Zucker im Darm und den Zyklus der Botenstoffe im Gehirn beeinflussen. Es gibt also keine Wundermittel, wenn wir den Stoffwechsel unserer Pferde anregen wollen. Das heißt aber nicht, dass es unmöglich ist oder extrem komplizierte Lösungen erfordert.

Darmstoffwechsel in Schwung bringen

Futter

Der Darmstoffwechsel lässt sich sogar relativ einfach in Schwung bringen, indem man ihn mit Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett sowie den richtigen Mineralien und Vitaminen füttert. Das sollte vielen jetzt bekannt vorkommen, denn die eben erwähnten Dinge stellen die Nährstoffe dar, die unsere Pferde bei einer ausgewogenen Fütterung aufnehmen. Füttern wir unsere Pferde also mit gutem Heu und einem hochwertigen Kraftfutter, das Mineralstoffe und Vitamine enthält, oder einem Futterzusatzmittel, sollte der Stoffwechsel eigentlich gut laufen. (Nur Heu zu füttern ist übrigens nicht optimal, weil den Böden, auf denen das Gras wächst, oft Mineralstoffe fehlen.)

Es gilt also, nachzudenken. Man muss sich gezielt überlegen, was den Pferden fehlt und das ergänzen, statt einfach irgendetwas zu füttern. Letzteres kann zu Überversorgung und großen Problemen wie z. B. Vergiftungen führen. Das Futter muss immer auf die konkreten Bedürfnisse der Pferde abgestimmt sein. Schließlich hat ein älteres Pferd andere Bedürfnisse als ein junges, ein Arbeitstier andere als ein Freizeitpferd.

Bewegung

Fast noch wichtiger als gutes, ausgewogenes Futter ist Bewegung. Pferde sind geboren, um sich zu bewegen und körperliche Aktivität regt den Stoffwechsel an. Genauso, wie man Kraft und Kondition beim Pferd trainieren sollte, sollte man auch den Stoffwechsel trainieren. Zum Glück muss man dafür keine speziellen Aktivitäten durchführen. Durch körperliche Anstrengung wird mehr Blut in den Bewegungsapparat gepumpt. Die Folge ist natürlich ein aktiverer Stoffwechsel, mit dem Nährstoffe zu den Muskeln und Abfallstoffe abtransportiert werden.

Sinnvolle und ausreichende Bewegung hat einen sehr positiven Einfluss auf den Stoffwechsel. Schon eine halbe Stunde Trab pro Tag kann z. B. ein erhebliches Stoffwechselproblem wie eine Insulinresistenz positiv beeinflussen.

Zu guter Letzt noch ein konkreter Tipp, ein altes Hausmittel sozusagen: Obstessige, wie zum Beispiel Apfelessig, wirken nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pferden anregend auf den Stoffwechsel. Man gibt davon einfach einen Schuss über das Futter (am besten zur Zeit des Fellwechsels und dann regelmäßig).