Die Rolle von essentiellen Fettsäuren bei der Fütterung

Mittwoch, 09. Oktober 2019

Die Rolle von essentiellen Fettsäuren bei der Fütterung

Die Verwendung von Fett in der Fütterung von Pferden hat eine lange Geschichte. Das Wissen, dass das Hinzufügen von Fett zum Futter von Pferden dafür sorgt, dass es die Tiere bei der Gewichtszunahme unterstützt und auch das Haarkleid verbessert, ist schon alt. Früher haben die Leute vielleicht nicht gewusst, was die Gründe dafür waren, aber sie wussten, dass es funktionierte.

Vor rund einhundert Jahren war Maisöl noch eine oftmals verwendete Nahrungsergänzung für Pferde, um sie mit Fett zu versorgen. Es war leicht verfügbar und schmeckte den Pferden. Auch Leinsamen wurden, eingekocht, um die Schale aufzuweichen, verwendet, um Pferde sowohl mit Protein als auch mit Fett zu versorgen.

Pflanzenöl als Standard

Die Verwendung von Pflanzenöl als Energiequelle in Pferdefuttermitteln ist heute zum Standard geworden. Alle Fettquellen tierischer Herkunft, die früher manchmal verwendet wurden, werden seit langem nicht mehr für Pferdefuttermittel verwendet. Das liegt vor allem daran, dass Pferde davon Geschmacks- bzw. Wahrnehmungsprobleme bekamen.

Vom Wert der Energie her, die ein Pflanzenöl liefert, sind alle gängigen Öle relativ ähnlich. In letzter Zeit ist aber die Berücksichtigung des Gehalts an essentiellen Fettsäuren im Öl, insbesondere der Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, bei der Auswahl der Öle wichtig geworden. Wie bei vielen Dingen sind Balance und Quantität wichtig.

Das optimale Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Öl

Weil Pferde grasende Pflanzenfresser sind, sind sie an eine begrenzte Menge Fett (3-5 %) gewöhnt. Omega-3-Fettsäuren finden die Tiere dabei vor allem bei Frischweiden. Im Gegensatz dazu haben Öle aus Getreide und Samen tendenziell einen höheren Anteil an Omega-6-Fettsäuren.

Bis heute konnten Wissenschaftler leider noch nicht das optimale Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren für unsere Pferde feststellen. Untersuchungen an verschiedenen Arten lassen jedoch darauf schließen, dass ein Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis zwischen 2:1 und 10:1 akzeptabel ist. Das berücksichtigt auch den höheren Omega-3-Gehalt von Futtermitteln und den höheren Omega-6-Gehalt von Getreide und einigen pflanzlichen Ölen.

Vorteile dank Omega-3

Eine ergänzende Fütterung zeigt jedoch immer wieder verschiedene Vorteile für Pferde und andere Tiere, darunter sind etwa

  • verbesserte Haut- und Haarqualität
  • entzündungshemmende Wirkungen
  • verminderte Gelenksschmerzen

Die besten Quellen

Als hervorragende Omega-3-Quellen für Pferde haben sich Leinsamen, Leinsamenöl und Sojaöl erwiesen. Chiasamen und das daraus gewonnene Öl könnten ebenfalls eine nützliche Quelle sein.

Futtermittel und Futterergänzungsmittel, die zugefügtes Öl enthalten, um das natürlich enthaltene Fett zu ergänzen, haben generell ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren.

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